Sex nach Prostata-Operation

Frage: So wie es sich mein Urologe vorstellt, will ich keinen Sex mehr haben. Mir wurde vor drei Monaten die Prostata entfernt, wegen Krebs. Der Arzt meint, damit sei alles in Ordnung. Ich brauche keine weitere Therapie. Für mich ist nicht alles in Ordnung, denn ich kann seither nicht mehr wie früher Sex haben. Ich müsste mir jedes Mal davor eine Spritze in den Penis geben. Warum verschreibt er mir keine Potenzmittel, so wie es überall zu lesen ist?

Antwort: Ich kenne leider nicht die genaueren Umstände, warum der Arzt Ihnen nur die Spritze verordnet hat. Potenzmedikamente zu verschreiben macht nur dann Sinn, wenn die Nervenversorgung zum Penis noch intakt ist. Die Medikamente brauchen die Impulse der Nerven, um eine Erektion zu ermöglichen. Es könnte also sein, dass bei der Operation die entsprechenden Nerven mit entfernt werden mussten – oder dass Ihr Arzt die Potenzspritze nur für eine Übergangszeit verordnet hat.

Nach Prostata-Eingriffen wirken Potenzmittel oft noch nicht optimal. Später würden sie sowieso Potenzmittel wie Viagra verordnet bekommen. Reden Sie noch einmal mit Ihrem Urologen, damit Sie wissen, was wirklich los ist. Falls Sie wirklich in Zukunft auf Potenzspritzen angewiesen sein sollten, geben Sie der Methode eine Chance. Sie klingt im ersten Moment irritierend, wirkt aber zuverlässig, schnell und ist leicht anzuwenden.

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